Da das Nitroxtauchen im In- und Ausland immer mehr Anhänger findet, hat sich die TSG Hagen entschlossen der allgemeinen Entwicklung Rechnung zu tragen und auch Nitroxfüllungen und Nitroxtauchkurse anzubieten.
Nach dem Umbau unseres jetzigen Vereinsheims, ist unsere Nitrox Anlage seit April 2015 wieder in Betrieb. Füllungen sind für Mitglieder kostenlos.vereinsheim2
 
Aber sicher stellen sich einige die Frage:
Nitrox, was ist das eigentlich?
Nitrox ist ein Kunstwort und besteht aus den beiden englischen Begriffen NITRogen (Stickstoff) und OXygen (Sauerstoff) und bedeutet nichts anderes als sauerstoff-angereicherte Luft.
 
Aufgrund des erhöhten Sauerstoffanteils ergeben sich für uns einige Vorteile: die Nullzeiten verlängern bzw. die Dekozeiten verkürzen sich und somit sind längere Tauchgänge möglich. Ein weiterer angenehmer Nebeneffekt ist hierbei auch eine viel geringere Müdigkeit nach dem Tauchen wie wir sie von der Druckluft her kennen.
Durch den erhöhten Sauerstoffanteil, ergibt sich jedoch auch eine höhere Gefahr der Sauerstoffvergiftung, der schon im Vorfeld der Tauchgangsplanung zu berücksichtigen ist.
 
Der zweite wirkliche Nachteil ( Vielleicht auch der EINZIGE richtige Nachteil! ) ergibt sich mal wieder aus unserem in Deutschland allseits beliebten Paragraphendschungel! Die deutschen Bestimmungen sagen: In Deutschland muss alles was einen Sauerstoffanteil über 21% hat, wie reiner Sauerstoff behandelt werden. In anderen Ländern, z.B. den Niederlanden, wird das ganze Thema nicht so streng gehandhabt. Aber zurück zu Deutschland: für Druckluft ist ein Atemanschluss mit dem Gewinde G5/8“ vorgeschrieben, für Nitrox hingegen ist ein Atemanschluss mit einem Gewinde M26x2 vorgeschrieben. Dazu kommt, dass die gesamte Ausrüstung sauerstoffverträglich und auch sauerstoffrein sein muss. Einzelheiten zu diesem Thema werden im Nitrox-Kurs behandelt. Denn selbstverständlich darf man erst mit Nitrox tauchen, wenn man ein entsprechendes Brevet erworben hat.
 
Dann zum guten Schluss noch die Füllmethoden:
Hier haben sich im Tauchsport zwei Methoden durchgesetzt, einmal das Füllen über eine Membrananlage und das Füllen über die Partialdruckmethode.
Bei der Membrananlage wird Druckluft über eine teildurchlässige Membran geschickt die für Sauerstoff „durchlässiger“ ist als für Stickstoff. Das Ergebnis ist ein Atemgas mit erhöhtem Sauerstoffanteil, da der Stickstoff ja quasi „ausgefiltert“ wird. Somit muss man nicht mit reinem Sauerstoff arbeiten und es gibt relativ genaue Mischungen. Jedeoch muss der Kompressor sauerstoffrein sein, weshalb diese Technik teuerer ist als andere Methoden.
 
Bei der Partialdruckmethode wird entsprechend dem gewünschten Atemgas erst ein gewisser (An-)-teil Sauerstoff in das Tauchgerät gefüllt und nachher einfach mit Druckluft aufgefüllt (Im Fachjargon spricht man von „Auftoppen“). Dieses System ist vom Handling her ein wenig komplizierter und das große Problem ist, dass reiner Sauerstoff umgefüllt und auch gelagert werden muss. Aber im Gegensatz zur Membrananlage sind hier die Anschaffungskosten moderat und es ist jedes beliebige Gemisch herstellbar.
Bei unserer Nitroxanalage handelt es sich um eine solche Partialdruckanlage.

VDST-CMAS-Basic Nitrox Diver
Kursziel:
  • Der Bewerber soll in Theorie und Praxis mit der sicheren Planung, Vorbereitung und Durchführung von Nitroxtauchgängen mit Gasgemischen, welche ausschließlich aus Stickstoff und Sauerstoff mit einem Sauerstoffanteil von maximal 40% bestehen, vertraut gemacht werden. Nach Abschluss des Kurses soll er die besonderen Probleme und Gefahren bei Nitroxtauchgängen beherrschen können, die richtige Ausrüstung für Nitroxtauchgänge zusammenstellen und beherrschen können, sichere Tauchgänge innerhalb der oben genannten Grenzen durchführen können die Vorsichtsregeln kennen, die Voraussetzung zum sicheren Umgang mit Nitrox und Sauerstoff sind.
Voraussetzungen:
Mindestalter:
  • 14 Jahre; bei Minderjährigen ist die Einverständniserklärung der sorgeberechtigten Eltern (in der Regel beider Elternteile) erforderlich. Empfehlung: Bei Minderjährigen sollte eine Dokumentation des Aufklärungsgespräches erfolgen
Ausbildungsstufe:
  • DTSA*; ersatzweise genügt eine vergleichbare Qualifikation entsprechend der VDST-Äquivalenzliste. Die nachfolgenden Sonderregelungen sind zu beachten.
Anzahl der Pflichttauchgänge:
  • Der Bewerber sollte über ein sicheres Tauchverhalten verfügen.
Sonstiges:
  • Gültige Tauchtauglichkeitsbescheinigung
Sonderregelungen:
  • Die Übungstauchgänge können – bei Einhaltung der Übungen, insbesondere der MOD – im Rahmen von Übungstauchgängen der DTSA * / ** / *** absolviert werden.Eine Kombination eines Übungstauchgangs zum DTSA */ ** / *** mit einem Übungstauchgang zum DTSA Nitrox * ist also zulässig.
  • Ab dem Ausbildungsnachweis DTSA ** (oder gleichwertigem Brevet gem. VDST-Äquivalenzliste) können die Übungstauchgänge entfallen. Sie werden jedoch zum besseren Praxisverständnis empfohlen. Grundsätzlich sind die praktische Gasanalyse und Kennzeichnung der Nitrox Tauchflasche unter Anleitung durch den Ausbilder zu üben.
Ausbilderqualifikation:
  • VDST Tauchlehrer mit Abnahmeberechtigung Nitrox *
  • VDST Nitrox TL, VDST Nitrox Tauchlehrer Prüfer
  • VDST Tauchlehrer mit Abnahmeberechtigung Trimix
  • VDST Trimix TL, VDST Trimix Tauchlehrer Prüfer.
Theoretischer Teil:
Lerneinheiten:
  • 4
Lehrinhalte:
  • Sauerstoffproblematik
  • Physiologische Folgen
  • CNS- und MOD-Berechnungen für die Praxis
  • Stickstoffproblematik
  • Nitrox-Tabellen und -tauchcomputer
  • Ausrüstung
  • Gesetzliche Grundlagen
  • Gasanalyse und Kennzeichnung der Nitroxflasche mit praktischen Übungen
  • Tauchgangs-Kontrollblätter
  • Notfallmanagement
Prüfungsinhalte:
  • Beantwortung eines vom Ausbilder vorgelegten VDST-Fragebogens zu den vermittelten Lehrinhalten. Dauer der schriftlichen Prüfung und die Bestimmungen über das Bestehen der theoretischen Prüfung sind auf dem Fragebogen angegeben.
Praktischer Teil:
Übungen (mit DTG- & Zusatzausrüstung):
  • -
Übungstauchgänge (1-2 mit DTG- & Zusatzausrüstung):
  • Es sollen bekannte und dem Tiefenbereich des eingesetzten Nitroxgemisches entsprechende Gewässer ausgesucht werden. Es sollen möglichst keine Tauchgänge bei Strömung, bei unzureichenden Sichtverhältnissen und keine Dekotauchgänge durchgeführt werden.
  • Tauchgang: 15-25 Meter Tiefe / mindestens 15 Minuten Dauer / mindestens 1 Taucher und Ausbilder
  • Ausrüstungskontrolle (Nitroxgemisch analysieren).
  • Tauchgangsplanung (Kontrollblatt erstellen).
  • Tauchgangsüberwachung (MOD).
  • Vollständiges Nachbriefing (Kontrollblatt ausfüllen und Restdruck notieren)
  • Tauchgang: 15-25 Meter Tiefe / mindestens 15 Minuten Dauer / mindestens 1 Taucher und Ausbilder
  • Ausrüstungskontrolle (Nitroxgemisch analysieren).
  • Tauchgangsplanung (Kontrollblatt für einen Wiederholungstauchgang erstellen).
  • Tauchgangsüberwachung (MOD).
  • Vollständiges Nachbriefing (Kontrollblatt ausfüllen und Restdruck notieren).
Erfolgskontrolle:
  • Der Ausbilder stellt durch Auswertung der schriftlichen Prüfung und Anleitung und Überwachung der Übungen im Rahmen der Praxisausbildung fest, ob der Bewerber das jeweilige Kursziel erreicht hat. Der Ausbilder bespricht mit dem Bewerber regelmäßig während und abschließend zum Ende des Kurses den aktuellen Leistungsstand in Theorie und Praxis.
Beurkundung:
  • Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an dem DTSA-Kurs sind eine vorläufige Leistungsbestätigung, ein offizieller VDST- Einkleber für den Taucherpass und eine VDST-CMAS ID – Karte.
Stand: 2015
Quelle: Internetauftritt des Verband Deutscher Sporttaucher e.V. (www.vdst.de)

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19:45 - 21:30
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